Offenheit

Alles was im Chart Weiß ist, ist offen und aufnahmefähig

Wenn kein oder nur ein Tor eines Kanals aktiviert (eingefärbt) ist, bleibt das Zentrum offen und wird nicht eingefärbt, es bleibt weiß. In den Eigenschaften, die dem Zentrum zugeschrieben sind, hat der Mensch keine eigene dauerhafte und verlässliche Festlegung, hierin ist er durchlässig und lernfähig. Dies ist aber kein Mangel der Persönlichkeit und wäre reparaturbedürftig, sondern hier hat der Mensch sein Lernthema, ist Empfänger und Spiegel der Umgebung. Hier nimmt er die Eigenschaften der Anderen in sich auf.

Hier liegt das Potential der persönlichen Weisheit über die Eigenschaften der anderen. Hier wird beschrieben, womit man sich beschäftigt, wonach man sich sehnt, was man verstärkt, was für eine Art Schüler man ist.

In der Offenheit entsteht aber auch große Verwirrung, weil man je nach Umgebung automatisch ganz unterschiedlichen Konditionierungen ausgesetzt ist. Die nicht definierten Bereiche des Charts werden durch unser Leben mit den verschiedensten Erfahrungen gefüllt. Je nach dem Umfeld sind dies nicht bewertende Lernerfahrungen oder eben auch moralisierende Manipulationen durch die anderen.

Im obigen Beispiel ist der Mensch besonders offen für die Vitalität der anderen (Sakralzentrum), für deren Willensstärke (Ego-Zentrum) und deren Liebe und Richtung (G-Zentrum). Im konventionellen Normalfall wird dieser Mensch ungeduldig sein, sich und den anderen etwas beweisen müssen und eine bestimmte Liebe und Richtung suchen. Die Offenheit soll aber die Weisheit für die Vielfalt in den offenen Zentren bringen. Also: Er oder sie kann viel lernen über die Vielfalt der anderen Menschen, was deren Vitalität, Willensstärke, Liebesfähigkeit und Richtung betrifft.

 

Aura / Konditionierung

Jede biologische Lebensform ist von einer elektromagnetischen Aura umgeben ist, die, je nach Design, andere Auren auf ganz individuelle Art durchdringt und von anderen durchdrungen wird. Die Aura ist die Antenne, wie wir durch unsere eigenen Definitionen andere beeinflussen und, wo wir offen sind, von anderen (definierten) beeinflusst werden (Spiegelneuronen).

Die Konditionierung ist also ganz natürlich und unvermeidbar. Probleme ergeben sich erst, wenn die Verwirrung zwischen den unterschiedlichen Zuständen unerträglich wird. Da der Prozess der Konditionierung meist nicht bewusst ist und in einem hierarchischen Verhältnis abläuft ist, besonders bei der Erziehung von Kindern, liegt hier das größte Potential für Missverständnisse und Neurosen. Konditionierung bedeutet nicht automatisch Manipulation, aber die Kraft, die von den definierten Zentren ausgeht, ist den wenigsten Menschen bewusst.

Identifikation / Dekonditionierung

Identifikation bedeutet, dass man in seiner Offenheit versucht, fremde oder vorübergehende Wesensmerkmale zu den eigenen zu machen. Was man von anderen Menschen wahrnimmt wird so zu einer Art persönlicher „Wahrheit“, welche die persönliche Einstellungen und Handlungsmuster färbt.

Dekonditionierung ist das Üben der Unterscheidung von fremden und eigenen Wesensanteilen. Es kann mit dem Ausleitungsprozess von zellulären Verunreinigungen verglichen werden. Der Schlüssel liegt hierbei im Zellwasser, das fremde Konditionierungen als Informationen speichert. Die Zelle wird dadurch verändert und man trägt die fremden geborgten Eigenschaften auch dann noch in sich, wenn die betreffende Person die Aura verlassen hat oder auch, wenn ein besonders starker Transit vorbei ist. Durch fortgesetztes Experimentieren mit Typ und Strategie im Alltag werden die eigenen Persönlichkeitsanteile von den Fremden unterschieden. Das Fremde verliert an identitätsstiftender Bedeutung und das Eigene bricht sich Bahn. Dieser Prozess dauert genau gesehen solange wie die Zellerneuerung: 7 Jahre.

 

Nicht-Selbst

Nicht-Selbst ist ein Begriff aus dem Buddhismus und bedeutet, dass man in Konditionierungen verstrickt ist und noch nicht den Mut und das Vertrauen gefasst hat, zu seiner Identität zu stehen. Dies betrifft das gesamte individuelle Chart – sehr stark sind die offenen Bereiche davon betroffen, aber auch die definierten Bereiche sind davor nicht gefeit.

Man ist eben nicht man selbst, sondern das Resultat der Einflüsse der anderen. Dies betrifft sehr stark die persönliche Selbstwertschätzung. Das Nicht-Selbst stellt sich selbst die Frage: „Was muss ich tun, um von anderen wertgeschätzt zu werden“ und zugleich auch: „Warum sind die anderen nicht so, wie ich?“ Das Nicht-Selbst ist also davon überzeugt zu wissen, was „richtig“ wäre, also konventionellen Vorstellungen entspricht. Das Nicht-Selbst ist gefangen in einem Netz von Projektionen und Vorurteilen und antwortet auf die Frage, wie es einem geht: „Wie die anderen wollen“.

Wer zu seinem wahren Selbst erwacht ist, erkennt die negativen Konditionierungen. Wenn man seinem Typ entsprechend lebt, lässt man sich nicht mehr durch äußere Forderungen oder innere Vermeidungsstrategien in seinem Wesen beeinflussen. Der Erwachte gibt sich seinem Lebensweg widerstandslos hin und findet automatisch, was für sie oder ihn richtig ist.

Wenn man Charts von berühmten Persönlichkeiten betrachtet, fällt auf, dass die Themen, mit denen diese ihren herausragenden gesellschaftlichen „Erfolg“ geschafft haben, fast immer mit einer übertriebenen Identifikation mit deren offenen Zentren in Verbindung stehen. Z.B. hat ein Projektor ein offenes Sakralzentrum und ist daher nur für sporadische, abwechslungsreiche Arbeit geschaffen.

Barack Obama, der amtierende US-Präsident, ist Projektor und arbeitet rund um die Uhr mit dem offensichtlichen Erfolg, dass er Präsident der USA ist. Aber ist der Erfolg gerechtfertigt, wenn man die menschliche Seite betrachtet? Ein SchriftlichesKurzReading von Barack Obama finden Sie HIER.

Es ist also enorm wichtig, dass jeder Mensch seine individuelle Balance findet zwischen der Wertschätzung der flüchtigen und abwechselnden Eindrücke von außen und der eingehenden Beschäftigung mit einem oder einigen dieser Eindrücke. Barack Obama wäre also aus HDS-Sicht gut beraten, wenn er die meisten seiner Arbeitsaufgaben delegiert und sich auf die besonderen Fähigkeiten des Projektors konzentriert.

Die Weisheit, die in den offenen Bereichen im Chart angelegt ist, hat also direkt damit zu tun, ob ein Mensch diese Balance gefunden hat und danach lebt.

 

Transit

Ein Transit sind vorübergehende planetare Einflüsse. Da die Planeten kontinuierlich ihre Kreise ziehen, reißt der Neutrinostrom nie ab. So wird jede Lebensform, nicht nur die in diesem Moment Geborenen, ständig durch die momentanen Positionen der Planeten mal mehr, mal weniger, konditioniert. Es ist jedoch nur das momentane kosmische Wetterbild und sollte wie das irdische Wetter nicht persönlich genommen werden.

Es ist günstig, über die Transite Bescheid zu wissen. Dafür gibt es spezielle HDS-Ephemeriden, die anzeigen, welche Tore im Chart durch Transite aktiviert werden. Ebenso ist es möglich, die Transite und den persönlichen Einfluss zu bestimmten Zeitpunkten in seinem Leben durch einen Analysten anschauen zu lassen. Dies sind sogenannte Zyklen-Readings.